... Foren-Archiv 2000 bis 09/2003; ca. 40.000 Postings

    
... Anzeige im separaten Fenster!

> Rubrik: Archiv
  Seite: ... | Foren-Archiv | ...  ]

 
Tipp:
 >> Hilfe im §§-Dschungel ...
Komplette Übersicht
über alle Foren oder
Beiträge (24 Std.)
Dieses Foren-Archiv wird betreut
durch Administrator: Rolf Tjardes :-)
 


[ Foren-Archiv | Neue Beiträge | Beitrag hinzufügen ]

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]

 
 Suche auch ähnliche Worte | Erweitert

Hinweis: Neue Foren-Software Online! Am 23.09.2003 wurde dieses Board abgeschaltet. Bitte nutzen Sie ab sofort das neue Forum für Ihre Beiträge. Vielen Dank. Zum neuen Forum: Hier klicken :-)

be und entladen, §242 anlieger

hinzugefügt von mara heger [Kontakt]
am 17.04.03 11:11

hallo liebe forumteilnehmer, ich hätte auch mal eine frage. ich wohne im fußgängerbereich. mit dem auto darf man zum anwesen fahren, zum be und entladen. es gilt der §242 mit zusatzschild, "liefern in der zeit zwischen 8uhr und 20uhr erlaubt. weil ich einen maschendrahtzaun, von meiner wohnung, in parterre, im garten, einen ca. 10m zusammengerollt in mein auto transportiert habe, zum entsorgen, über einen zeitraum von ca.30 minuten, habe ich mir einen strafzettel, 30 euro eingehandelt. darauf stand, "20 min. keine ladetätigkeit festgestellt". der maschendrahtzaun, war schlecht zuammengerollt, sodaß er mir einpaarmal aufrollte und ich ihn besser zuschnüren mußte. ich bin an meinen händen und hüften gehändicapt und muß teilweise einen elektrischen rollstuhl benutzen. aber nicht schwerstbehindert. ich lebe alleine und muß meine arbeit sehr langsam verrichten, weil es gesundheitlich nicht schneller geht. gegen den strafzettel, habe ich widerspruch eingelegt, der abgelehnt wurde. soll ich nun weiter machen oder bezahlen.:-( über eine hilfreiche antwort würde ich mich freuen und bedanke mich im voraus. ich hoffe, ich habe mich verständlich genug ausgedrückt? viele grüße mara


[ Nach oben ]

Zu: be und entladen, §242 anlieger

angehängt von Tortenjan [Email: Keine]
am 17.04.03 11:50

Ist dein Strafzettel nun eine Verwahnug oder ein Bußgeldbescheid?. Ich tippe mal auf ersteres da du nichts von Gebühren geschrieben hast. Wenn du nicht zahlst, kommt es zum Bußgelbescheid der dann mit zusätzlichen Gebühren (lieg ich da mit 18,50€ richtig?) verbunden ist. Evtl ist durch deinen Einspruch gegen die Verwarnung auch schon das Bußgeldverfahren eingeleitet worden, so daß die Gebühren jetzt eh kommen. Gegen den Bußgeldbescheid kann Einspruch eingelegt werden. Wird der Abgelehnt, kommen wieder Gebühren dazu. Bis jetzt gehts noch ohne Anwalt, für den nächsten Schritt, Klage gegen den Bußgeldbescheid, gehts vor Gericht und da ist anwaltlicher Beistand dringend zu empfehlen. Entweder hebt der Richter den Bußgelbescheid auf (dann kostet es dich gar nichts), oder eben nicht. In diesem Falle trägst du dann zusätzlich zu den 30€ plus Gebühren auch noch die Prozeßkosten und das Honorar für deinen Anwalt, sofern du nicht rechtschutzversichert bist. Von der Sache her könnte da Aussicht auf Erfolg bestehen, wenn denn deine Geschichte von den Behörden bzw. vom Richter abgenommen wird, wenn nicht s.o. Eine Gewißheit gibt es natürlich nicht.


[ Nach oben ]

Zu: be und entladen, §242 anlieger

angehängt von mara heger [Kontakt]
am 17.04.03 12:44

hallo und danke für die sehr schnelle antwort. also es ist eine ordnungswidrigkeit und es wurde noch kein bußgeldbescheid eingeleitet. wenn ich innerhalb 1 woche nicht bezahle, dann will die polizeidirektion mittelfranken, es an die zentrale bußgeldstelle in viechtach zuleiten. ich wohne in nürnberg und bin 56 jahre. gibt es eine fest vorgeschriebene zeit, zum beund entladen? kann die polizei das so festlegen, ladezeit:15 min. oder 20 minuten? ich denke das ist doch eine sehr individuelle angelegenheit. ein junger gesunder mensch hat natürlich schnell be oder entladen. wenn ich wüßte, daß meine argumente vor gericht anerkennenswert sind, würde ich schon weitermachen??? aber ich kenne mich halt rechtlich nicht aus und möchte in keine falle tapsen. habe keinen rechtschutz. was meint ihr bitte dazu?? viele grüße mara


[ Nach oben ]

Zeichen 242 ?

angehängt von Tortenjan [Email: Keine]
am 17.04.03 13:42

Du meinst mit §242 doch bestimmt Zeichen 242, oder?


Es gibt keine zeitliche Begrenzung für das Halten zum Be- und Entladen, nur müßen halt alle Tätigkeiten in direkter Verbindung mit dem Vorgang stehen (Sachen Packen zählt schon nicht mehr zum Beladen). Wirklich konkrete Auskunft zu Erfolgsaussichten kann dir nur ein Anwalt mit Akteneinsicht geben. Zeitsparender und nervenschonender und im Falle einer Niederlage auch deutlich billiger ist es jetzt sofort zu bezahlen. Man könnte natürlich auch noch versuchen, sofern du als Fahrer noch nicht ermittelt wurdest, das ganze auf einen unbekannten Fahrer abzuschieben. Dann würde nur die Halterhaftung für die Gebühren kommen (auch 18€)


[ Nach oben ]

Zu: be und entladen, §242 anlieger

angehängt von mara heger [Kontakt]
am 17.04.03 17:21

hallo, ja ich meinte das verkehrszeichen,"fußgängerzone" mit zusatzschild lieferverkehr, von 7uhr bis 20uhr frei. §242. zu dem fall habe ich mich schon bekannt. hab mir das verkehrsschild heute nochmal ganzgenau angeschaut. hmm, zahlen kann ich freilich. aber ich dachte, ihr wißt, ob ich bei meiner sache im recht bin, ja und auch recht bekommen könnte?? wo könnte ich mich denn sonst noch schlau machen, ohne schon zum rechtsanwalt zu laufen. gibt es darüber seiten,zum nachlesen? viele grüße mara vielleicht gibt es


[ Nach oben ]

Zu: be und entladen, §242 anlieger

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 17.04.03 20:04

Wie heißt doch der schöne Spruch??

"Vor Gericht und auf hoher See bist du in Gottes Hand" ;-)

Es kann dir hier niemand definitiv sagen, wie ein evtl. Gerichtsverfahren ausgehen würde. Da du kein Rechtschutz hast, ist ein Gang vor Gericht für dich ein hohes finanzielles Risiko. Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.


[ Nach oben ]

Zu: be und entladen, §242 anlieger

angehängt von mara heger [Kontakt]
am 17.04.03 21:06

hallo andreas, danke für die antwort. was würde mich denn das kosten, so ungefähr? wie würdest du die chancen eventuell für mich sehen?:-) ich bin halt auch ein sturkopf und wollte nicht einfach so aufgeben. ich habe in einem beitrag als ratschlag, von dir gelesen,"laßt euch nicht alles gefallen". das hat mich schon ermutigt, weiterzumachen. viele grüße mara


[ Nach oben ]

Zu: be und entladen, Z.242 anlieger

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 22.04.03 02:10

Hallo Mara,
so ein "Sturkopf" bin ich auch - ich lasse mir auch nicht alles gefallen.

Nun, die Sache ist wohl so:
Wer sein Fahrzeug verlässt, der parkt. Aus Sicht der Verfolgungsbehörde ist die Ordnungswidrigkeit rechtlich einwandfrei beanstandet. Du hast Dein Fahrzeug dort geparkt und es war für die Überwachungsbeamten nicht zu erkennen, dass das Fahrzeug beladen wird.

Aus Deiner Sicht sieht das allerdings anders aus:
Du hättest ja den Zaun zusammen rollen können UND DANN ERST Dein Auto holen. Dann hättest Du Dir den Strafzettel gar nicht eingehandelt. Deinen Worten entnehme ich aber, dass ein solches Vorgehen für Dich unzumutbar gewesen wäre, da es mit erneutem Dir schwer fallendem Arbeitsaufwand verbunden gewesen wäre. Das weiß die Verfolgungsbehörde aber bisher nicht. Teile ihr diesen Sachverhalt mit, er wird einer Überprüfung wohl standhalten und dann hast Du nicht all zu schlechte Karten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein nicht behinderter Mitarbeiter in der Verfolgungsbehörde mit Dir tauschen wollte in der Situation, diesen Zaun ins Auto zu packen. Viel Erfolg!

Gruß HeLi


[ Nach oben ]

wie jetzt weiter

angehängt von Tortenjan [Email: Keine]
am 22.04.03 11:10

Bislang läuft das Verwahnungsverfahren, und das ist ein Massenbetrieb bei dem es nur 2 Möglichkeiten gibt:
1) zahlen = Ende
2) nicht zahlen = Bußgeldverfahren
Im Verwhnungsverfahren ist gar nicht vorgesehen, daß sich ein Mitarbeiter der Behörde groß mit dem Tatvorwurf beschäftigt. Dazu ist das Bußgeldverfahren da. Da du einigermaßen vernünftige Argumente vorbringen kannst, besteht zumindest eine gewisse Chance, daß das Verfahren eingestellt wird. Ich würde an deiner Stelle den Bußgeldbescheid abwarten und dann mit dem Sachbearbeiter ein freundliches (auch wenns manchmal schwerfällt;-)) Gespräch (ruihg persöhnlich vorsprechen, damit sie/er dein Handicap sehen kann) führen. Sollte dieses nicht erfolgreich sein, dann ist es mit 30€ + 18€ Gebühren noch halbwegs billig. Die Mitarbeiter der Behörden kennen in der Regel ihre Gerichte recht gut und wissen, wann sich ein Verfahren lohnt, so daß man gegen einen abgelehnten Einspruch (zumindest in der ersten Instanz) meist auch nicht recht bekommt. Für ein Gerichtsverfahren kannst du mindestens eine Null an den o.g. Betrag anhängen.

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]


 
Werbung:
 

Foren-Archiv: Weitergehende Informationen
Weitere Infos ...
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Fahrerlaubnis- oder Verkehrsrecht? Sie suchen sach- und fachkundigen Rat? Kein Problem, stellen Sie doch einfach Ihre Frage(n) in den Verkehrsportal-Foren...
Foren-Archiv Sitemap ...
Sitemap der Archiv-Jahrgänge: 2003 | 2002 | 2001 | 2000; Bei Klick öffnet sich ein separates Fenster mit der kompletten Themenliste eines Jahrganges. Vorsicht: Die Dateien haben eine jeweilige Größe von bis zu 300 KBytes!
 




 >>  Anwaltssuche im Strafzettel-Netzwerk