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Zebrastreifen

hinzugefügt von Jo [Email: Keine]
am 17.06.03 20:32

Mal ne kleine Frage. Ist es schon ein Vergehen, wenn man an einem Zebrastreifen nicht hält der durch eine Verkehrinsel, in der Mitte der beiden Fahrstreifen, unterteilt ist und es kommen am Heranfahren an diesen gerade Fußgänger an der gegenüberliegended Seite auf den Zebrastreifen. mfg Jo


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interessante Frage!

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 19.06.03 01:58

Wo sind Peter Lustig, Achim und die Fahrlehrer?

§ 26 (1) StVO:

>[Zitat:] "An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den Fußgängern sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig müssen sie warten."

Ich stelle mir die angefragte Situation so vor, dass es zwei Richtungsfahrbahnen (ggf. mit mehreren Fahrspuren) an dieser Stelle gibt und zB. zwischen den Fahrbahnen ein Mittelstreifen vorhanden ist, der im Bereich des Fußgängerüberwegs als Verkehrsinsel ausgeführt ist.
Ist es so?

Dann wäre davon aus zu gehen, dass der Fußgängerüberweg über die eine Fahrbahn ein anderer ist als derjenige, der über die andere Richtungsfahrbahn führt:
Kein Verstoß, so lange der Fußgänger erst noch auf dem Fußgängerüberweg ist, der über die andere Richtungsfahrbahn führt.

Werden die beiden Richtungsfahrbahnen als eine Fahrbahn angesehen, ist es auch nur ein Fußgängerüberweg:
Verpflichtung zum Anhalten und dem Fußgänger Vorrang gewähren.

Andere Ansichten?

Gruß HeLi


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Zu: Zebrastreifen

angehängt von Gerhard [Email: Keine]
am 19.06.03 06:42

@Heli
Kommt da nicht schon das erkennbare Überqueren wollen ins Spiel, egal ob getrennt oder nicht?
Ist wirklich ne interessante Frage, wo sind die Fachleute?


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Zu: Zebrastreifen

angehängt von Jo [Email: Keine]
am 19.06.03 14:04

@ Heli
Ja, so hab ich das gemeint. Nach meinen neuesten Informationen ist es so: Man muss nur anhalten, wenn die Fußgänger, die von der gegenüberliegenden Seite kommen, die Verkehrsinsel betreten haben.

mfg
Jo


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Widerspruch HeLi!

angehängt von Uwe Kusnezow [Kontakt]
am 19.06.03 15:09

Ich widerspreche da!
Man muss Fussgängern das queren der Fahrbahn dann ermöglichen,wenn sie diese erkennbar überqueren wollen,das ist dann m.E. schon gegeben,wenn der Fussgänger sich der Querungshilfe nähert,da er ja logischerweise im normalfall nicht zurückgehen wird.

Siehe § 26(1)StVO

(1) An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den Fußgängern sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig müssen sie warten.

Gruss Uwe

Website: http://www.uwekusnezow.de


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Zu: Zebrastreifen

angehängt von Achim [Kontakt]
am 19.06.03 17:35

Heli brachte das richtige Zitat ins Spiel.

>[Zitat:] "An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den Fußgängern sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. "

Fußgänger dürfen demnach an einem Fußgängerüberweg in keiner Weise an einer sicheren Querung gehindert werden. Muss der Fußgänger kurz stocken, oder ist er aufgrund des Verhaltens des Fahrzeugführers unsicher über seinen Vorrang, liegt ein Verstoß vor. Das ist aber nicht der Fall, wenn sich der Fußgänger noch in einem ausreichenden Abstand von der Fahrspur des Fahrzeuges befindet. Ob dabei eine Insel vorhanden ist, ist zweitrangig.

>[Zitat:] "Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig müssen sie warten.""

Sind Fußgänger auf dem Überweg oder ist zu vermuten, dass sie den Überweg nutzen wollen, muss Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Der Fahrzeugführer muss also immer damit rechnen, dass der Fußgänger seine Geschwindigkeit erhöht.
Fußgänger haben auf einem Überweg Vorrang. Das Verhalten des Fahrzeugführers sollte deshalb so sein, wie an einer untergeodneten Einmündung. Fährt er hier zu schnell heran und behindert Andere dadurch, liegt ein Vorfahrtsverstoß vor. Huscht er noch schnell vor dem Fußgänger vorbei, gilt genau das selbe.
Es kann also pauschal nicht einfach beantwortet werden, wann anzuhalten oder stehenzubleiben ist, es bleibt immer von der Situation und den baulichen Gegebenheiten abhängig.

Website: http://www.sicherestrassen.de

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