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Kinder im Staßenverkehr

hinzugefügt von Johann Hofbeck [Kontakt]
am 18.06.03 16:09

In einem kleinen Ort in einer in einer wenig befahrenen Nebenstrasse ohne Geschwindigkeits-beschränkung (ca 20-30 Fahrbewegungen tgl)fahren öffters kleine Kinder (7 Jahre) eines Anliegers aus der Hofeinfahrt u. weiter auf der Strasse mit dem Fahrrad. Die Autofahrer sind der Ansicht, dass wenn keine Geschw.-beschränkung besteht, ihr Tempo 50 einhalten können und die Kinder dementsprechend aufpassen müßten. Wie ist die Rechtslage bei einem Unfall ??


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Zu: Kinder im Staßenverkehr

angehängt von Karin [Email: Keine]
am 18.06.03 16:51

Sicherlich darf man innerhalb geschlossener Ortschaften bis 50 km/h fahren wenn nichts anderes vorgeschrieben ist. Aber gem. StVO §§ 1, 2 und 3 hat man als Autofahrer eigentlich schon verloren, wenn es zum Unfall kommt. Kurzzitat: ständige Vorsicht, Rücksichtnahme, angepasste Geschwindigkeit etc..

Allerdings... wenn das meine Kinder wären, denen
würde ich ganz schön die Leviten lesen :-)


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kleine Ergänzung

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 18.06.03 16:57

Hier nochmal schwarz auf weiß:

§ 3 StVO(2a) Die Fahrzeugführer müssen sich gegenüber Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, daß eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.


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Zu: Kinder im Staßenverkehr

angehängt von Dirk [Email: Keine]
am 18.06.03 17:16

Aber wenn ich nicht in dieser Strasse wohne, kann ich doch nicht wissen aus welcher Einfahrt plötzlich Kinder herausgeschossen kommen können. Muss ich wirklich so langsam an Einfahrten vorbeifahren, dass ich jederzeit vor einem plötzlich herauskommenden Kind bremsen kann?


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Zu: Kinder im Staßenverkehr

angehängt von RobB [Email: Keine]
am 18.06.03 17:36

@Dirk:

Leider ja.

Selbst wenn Du beweisen kannst, daß der Unfall für Dich absolut unvermeidbar war, bist Du als Autofahrer gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern aufgrund der Gefährdungshaftung dran.

Gruß
Rob


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Zu: Kinder im Staßenverkehr

angehängt von Chistine [Email: Keine]
am 18.06.03 17:42

stimmt - bei einem Unfall mit einem Kind bis 10 Jahre haftet der Autofahrer schon aufgrund der Gefährdungshaftung immer zu 100% - egal wie der Unfall passiert ist. Christine


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warum das so ist:

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 19.06.03 01:17

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.
Kinder handeln impulsiv,
das eigene Verhalten planen und abzuschätzen lernen sie ja erst.
Kinder können Abstände und Geschwindigkeiten überhaupt nicht einschätzen.
Kinder haben eine andere Blickposition.

Das heißt nicht, dass Kinder deswegen alles dürfen. Sie sollen und müssen lernen, Gefahren zu erkennen und lernen nach und nach, ihr Verhalten jeweils auf die Situation abzustimmen.
Nur, sie können es noch nicht sicher beherrschen, sie lernen es erst.
Darauf gilt es Rücksicht zu nehmen, schließlich waren wir alle selber mal so klein und auf die Rücksicht der damals anderen angewiesen.

Das heißt auch, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen, der mir beispielsweise sagt: In einem Wohngebiet kannst Du eben nicht überall 50 fahren. Es kann doch nicht vor jedweder Gefahr eine Geschwindigkeitsbeschränkung stehen!

Gruß HeLi


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Zu: Kinder im Staßenverkehr

angehängt von KurtS [Email: Keine]
am 19.06.03 07:20

Grundsätzlich sehe ich auch die Haftung beim Autofahrer. Aber in diesem Fall könnte man den Eltern eine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht vorwerfen, da diese offensichtlich ihre Kinder nicht entsprechend verkehrstechnisch erziehen können oder wollen.
Darauf könnten sich jedoch sicher nur Autofahrer berufen, die nur selten die Straße benutzen, da denen, die täglich da langfahren, die Gefahr bewußt sein sollte.
Viele Grüße. KurtS

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