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0,78 Promille auf KRad

hinzugefügt von Radfahrer [Kontakt]
am 04.07.03 19:35

Hallo Leute, gestern bin ich mit 0,78 Promille auf dem Motorrad erwischt worden. Es ist nur ein Atemtest gemacht worden. Zu dem Zeitpunkt der Kontrolle saß ich nicht mehr auf dem KRad, sie haben mich vorher aber fahren sehen, den Verstoß habe ich jedenfalls erst mal nicht zugegeben. Bis heute hatte ich noch keinen Entzug der FE. (seit 17 Jahren Erstdelikt) Das Strafmass ist wohl recht eindeutig: 1 Monat, 4 Punkte, 250€. Habe ich irgendwelche Chancen (berufliche Gründe) um den Entzug der FE herum zu kommen? Hat jemand Erfahrung? Einer der Polizisten hat was von "Soziale Härte" gesagt. Gibt es eine Trennung der Fahrerlaubnis? Sprich mit dem 1nser darf ich nicht fahren (damit war ja der Verstoss), mit dem 3er schon? Bin über jede Hilfe dankbar. Markus


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Zu: 0,78 Promille auf KRad

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.07.03 19:45

Ich schätze, ohne besonderen Grund wirst Du dem Fahrverbot nicht auskommen, da dieses eine Denkzettelfunktion haben soll und eben deshalb verhängt wird. Erschwerter Weg zur Arbeit oder ähnliches wird jedenfalls nicht ausreichen.

Fahrverbot bedeutet: Zeitweiliges Abgeben des Führerscheins. Während der Dauer des Fahrverbot ist Dir das Führen eines jeden Kraftfahrzeugs (selbst eines Mofas oder Elektrorollers) verboten, also nicht nur der Fahrzeugart, mit der Du den Verstoß begangen hast.

Als bisher Unbelasteter kannst Du jedoch den Termin des Fahrverbots bis zu 4 Monaten in die Zukunft selbst bestimmen.


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Zu: 0,78 Promille auf KRad

angehängt von Radfahrer [Kontakt]
am 04.07.03 19:53

Hi Peter,
danke erstmal. Den Termin der Abgabe kann ich ab Zustellung des Bußgeldes bestimmen, oder schon vorher? (Im Sommer ist gut Radfahren).
Der Polizist hatte mit Sozialer Härte den Fall eines Handlungsreisenden verknüpft. Ich bin im Vertrieb tätig und auf die FE angewiesen. (Ich weiß, dann trinkt man nix wenn man fährt:( )

Markus


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Abgabe des Führerscheins

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.07.03 21:15

Rechtsgrundlage für die Verschiebung der Abgabe des Führerscheins ist § 25 Abs. 2a StVG. Du musst Dich dazu nach Erlass des Bußgeldbescheids mit Deiner zuständigen Bußgeldstelle abstimmen.


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Zu: 0,78 Promille auf KRad --> letzte Frage

angehängt von Radfahrer [Kontakt]
am 05.07.03 14:28

Hallo Peter, Hallo Leute,
was ich mich geleistet habe, scheint im Vergleich zu anderen hier behandelten Fällen wohl eher ein "Standard" zu sein. Aber beim ersten Male ist wohl jeder etwas aufgeregt.
Meine letzte Frage:
Ich habe noch den grauen Lappen als FE.
Bekomme ich den wieder wenn ich ihn abgegeben habe? Oder bekomme ich dann zwangsweise so einen modernen Führerschein?
Wenn ich das vermeiden will, soll ich die FE als verloren melden bevor ich ihn abgebe?

Danke und schönes Wochenende

Markus


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Zu: 0,78 Promille auf KRad

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 05.07.03 15:33

Bei einem Fahrverboit bekommst du den alten grauen Lappen wieder zurück. Nur beim Entzug der Fahrerlaubnis ist der alte Lappen weg und es wird bei der Wiedererteilung ein neuer ausgestellt.


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Nur Fahrverbot

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 05.07.03 16:16

Du Dir wohl nur ein Fahrverbot droht, bekommst Du, wie von Andreas schon angedeutet, den geliebten grauen Lappen wieder zurück.

Übrigens: solltest Du ihn in einen EU-Führerschein tauschen wollen, darfst Du ihn nachher -natürlich entwertet - behalten.


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Grauer Lappen

angehängt von Radfahrer [Kontakt]
am 07.07.03 15:14

Danke für eure Bemühungen

Markus


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Zu: 0,78 Promille auf KRad

angehängt von Radfahrer [Kontakt]
am 04.08.03 15:50

Hallo nochmal,
nunmehr ist 1 Monat vergangen, seit ich angehalten wurde. Bis heute habe ich nichts gehört oder gar schriftlich bekommen. Wie ist das mit der Verjährungsfrist? Ich hatte die OWI nicht zugegeben. Spielt das eine Rolle hinsichtlich der Verjährung? Wenn ich 1 Monat Fahrverbot bekomme, hätte ich das jetzt gerne wegen fahrradfahren. Ich möchte aber keine schlafenden Hunde wecken.
Gibt es Fälle wo sowas von den Behörden verschlampt oder zu spät bearbeitet wurde?
Danke im voraus


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Zu: 0,78 Promille auf KRad

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.08.03 16:02

Die Anhörung ist ja offensichtlich bereits erfolgt. Also kommt als Nächstes der Bußgeldbescheid. Ordnungswidrigkeiten nach § 24 a StVG verjähren erst nach 6 Monaten. Es ist also noch genügend Zeit für die Bußgeldbehörde;-).


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Anhörung?

angehängt von Radfahrer [Kontakt]
am 04.08.03 16:11

Hallo Peter,
ich wurde lediglich von den beiden Beamten, die mich angehalten haben gefragt, ob ich den Verstoß zugebe oder nicht. Ist das die Anhörung?
Danke


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Anhörung

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.08.03 19:49

Das kann man durchaus so sehen. Es ist bei einer Anhörung nicht unbedingt erforderlich, dass Du etwas unterschreibst. Allerdings solltest Du belehrt worden sein, dass Du als Betroffener zur Sache keine Angaben zu machen brauchst. Und man hätte natürlich auch auf Deinen damaligen alkoholisierten Zustand Rücksicht nehmen müssen.

Sei´s, wie´s sei. Die Verjährungsfrist ist noch lang. Daher kann durchaus noch einiges, evtl auch noch eine "richtige" Anhörung, kommen, die im übrigen die Verjährungsfrist ohnehin wieder unterbrechen würde, so dass ab dem Zeitpunkt der Anordnung der Anhörung wieder weitere 6 Monate bis zur endgültigen Verjährung rechnen würden. Im für Dich ungünstigsten Fall kann sich das Verfahren länger als ein Jahr ab Tattag hinziehen, da man zum Schluss auch noch eine Postzustellfrist von ca. 2 Wochen hinzuzählen muss.


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Danke

angehängt von Radfahrer [Kontakt]
am 05.08.03 11:00

Damit wären meine Fragen beantwortet.
Danke für die erschöpfende Auskunft! Ich wünsche allen noch einen kühlen Tag. :)


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Neugierig

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 05.08.03 11:05

Da wir alle auch neugierig sind, wäre es nett, wenn Du uns auf dem Laufenden halten würdest.


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Zu: 0,78 Promille auf KRad

angehängt von Tom [Email: Keine]
am 05.08.03 13:12

Eine geleistete Unterschrift auf einer Betroffenenerklärung (gem. § 55 OWiG) ist lediglich dafür, dass der Tatvorwurf und die durchgeführte Belehrung verstanden wurde. Die Unterschrift ist kein Schuldanerkenntnis und nicht für gemachte Angaben zur Sache. Sie erhalten auf jeden Fall ein Anhörungsbogen, unerheblich davon, ob Sie bei der Polizei Angaben gemacht haben oder nicht!

Frage: Wie lange war die Zeitspanne (in Minuten) vom Kontrollzeitpunkt bis zur Atemalkoholmessung?

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