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"intensives Training"

hinzugefügt von Heinz72 [Email: Keine]
am 17.07.03 03:17

Mich hats erwischt mit 2,1 Promille und ich les hier immer, dass so ein hoher Wert nur durch intensives "training" erreicht werden kann. Allerdings trinke ich nur einen Tag am Wochende, dann zwar nicht grade wenig aber mehr nicht! Ist das mit "intensivem training" gemeint?


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 17.07.03 07:29

Na ja, ein paar Runden unter der Woche scheinen mir schon notwendig um mit 2,1 o/oo noch eine Auto halbwegs zu bewegen, von steuern möcht ich nicht reden. Mir fällts schwer zu glauben, dass man nur am Wochenende ALkohol trinkt bis zur o.g. Konzentration und unter der WOche gar nix.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Haribo [Email: Keine]
am 17.07.03 09:49

Ich sehe das wie mein Vorredner. Mehr Infos gibt es bei: www.mpuforum.de


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 17.07.03 12:58

Welche BEurteilung hat der Arzt bei der BE abgegeben nicht merkbar, leicht, deutlich, stark oder sehr stark unter AlkEinfluss stehend? oder nicht beurteilbar?


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 17.07.03 14:38

Noch gar nichts, aber wie gesagt nur am Wochenende, warum sollte ich hier andere Sachen als die Wahrheit reinschreiben?


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Tortenjan [Email: Keine]
am 17.07.03 15:01

Das sieht doch schon fast nach einem Wochenendalkoholiker aus.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Dummerchen [Email: Keine]
am 17.07.03 16:07

Also...es waren nicht 2,1 Promille sondern dann doch bißle weniger 1,8 (nicht zur Beschönigung..nur so)! Aber ich kann mir auch nicht vorstellen mit 2 Bier und einer Flasche Sekt nun als Alkoholiker zu gelten. Ich trau mich ja noch nicht mal mehr ein Glas Sekt zu trinken...so frustrierend find ich das.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 17.07.03 19:42

Sorry, aber wir haben halt unserer Verwunderung Ausdruck verliehen. Als Lügner wollte Dich sicher keiner hinstellen und frusten wollten wir Dich auch nicht. Aber nochmal zurück: Bei der ärztlichen Untersuchung meinte ich diese, die direkt nach der BE erfolgte. Wird in BaWü auf einem grauen DIN A3 Blatt erfasst. mfg Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 17.07.03 19:53

Hm, vielleicht bekomme ich das noch. Halt an dem Abend wo man mich angehalten hat ... lallen, "auf der Linie gehen" konnte ich noch und beim 8x um-mich-selbst-drehen war mir ganz schön schwindelig und die Augen ham sich erst sehr viel später "beruhigt". Will damit nur sagen das ich mich jetzt nicht als Alkoholiker oder so sehe und bei der mpu darf ich dann schön lügen? (Klar ist mir meine Schuld Bewusst aber das andere.....)


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 17.07.03 20:03

Also deutlich oder eher noch stark unter Alkoholeunfluss stehend. Zumindest hätte ich Dich so begutachtet.Tendenziell ist das eher gut so. - - - Äh, wie war noch mal die Hauptfrage? Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 17.07.03 20:07

Die Hauptfrage ist ob man als Wochenend-Trinker der Gruppe der Alkohliker zugeordnet werden kann! (wohl gemerkt mit 2.1 Promille beim Fahren erwischt) Klar war ich stramm, "konnte" halt noch fahren...!!?!


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S. Rieg [Email: Keine]
am 17.07.03 20:21

Subjektiv kann man da diverser Meinung sein, meiner Meinung nach sieht das schon sehr nach einem strammen Alkoholproblem aus.

Objektiv wird in DE nach dem ICD 10 entschieden, der da im Kapitel F-1 sagt:
Abhängigkeit von psychotropen Substanzen besteht, wenn drei oder merh der folgenden Kriterien zutreffen.

1. Starker Wunsch oder eine Art Zwang Alkohol zu konsumieren.
2. Verminderte Kontrollfähigkeit bezgl des Beginns, des Endes und der Menge des Konsums.
3. Substanzgebrauch, mit dem Ziel, Entzugssymptome zu mildern.
4. Körperliches Entzugssyndrom beim Absetzen.
5.Nachweis einer Toleeranzwntwicklung.
6. Eingeengtes Verhaltensmuster im Umgang mit ALkohol.
7. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen zugunsten des Konsums.
8. Anhaltender Substanzkonsum trotz Nachweis eindeutiger schädlicher Folgen (Körperlich, psychisch oder sozial)

mfg Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Wolfgang [Kontakt]
am 17.07.03 20:24

Also seit ich auch den Fehler gemacht habe unter Alkoholeinfluss zu Fahren und mir folgerichtig der Führerschein entzogen wurde, bin ich auch oft über die Stelle gestolpert: Um eine Promillezahl von z.B. 1,5% zu erreichen, bedarf es langem "Training", Hmm. Also ich bin nach wie vor der Meinung, das regelmäßiger Alkoholgenuss sicherlich dazu führt, das man "einiges Verträgt", aber auch wenn ich gar nichts oder nur immer wenig getrunken habe und dann mal zu schlage, so kann ich durchaus eine so hohe Promillezahl erreichen, denn die hängt doch m. E. nur vom Körper ab, also Geschlecht, Gewicht, usw, aber nicht von der Lebensweise in Bezug auf Aklohol. Nur mein Erscheinugsbild wird sich je nach Gewöhung an Alkohol ändern, von man merkt fast gar Nichts bis total neben der Kappe. Aber man kann doch nicht von einer BAK ausgehend auf die Lebensweise eines Menschen schließen ?.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 17.07.03 20:33

Das wollte ich auch nicht.

In der Tat wird der Körper nur recht gerin trainiert, die Leber wir etwas grösser etc. Prinziepiell änder sich aber nix.
Was sich änder ist di psychische Toleranz, hier besteht eine massive Spannweite. Bei mir war in einem kontrollierten Trinkversuch ab 1,4 0/00 Sense. Unter der Woche trinke ich so 1-2 Bier/Abend, AM Wochenende 3/Abend oder etwas mehr. Also zumindest ein wenig daran gewöhnt. Ich kann mir nicht vorstellen dass ich mit 2,1o/oo außer Kotzen noch was anderes könnte. Seht Ihr das ähnlich?

Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Wolfgang [Kontakt]
am 17.07.03 20:57

Ich gebe dir Recht, wenn man von den ICD 10 Masstäben ausgeht, kann man sicherlich einen Menschen einordnen in die Gruppe Alkoholiker oder nicht. Was ich mich halt schon die ganze Zeit frage ist, wo der (evt. wissenschaftliche) Zusammenhang besteht zwischen der zur Tatzeit vorhanden BAK und der bei jedem Menschen individuell unterschiedlichem Umgang mit Alkohol. Ausser Frage steht m. E. nach, das nicht jeder in der Lage sein wird mit z.B. 2.0% noch überhaupt sein Auto starten zu können, geschweige denn zu fahren. Aber !, ausgehend von der BAK zur Tatzeit falle ich in ein bestimmtes Raster, welches m. E. nichts aussagen kann über meine frühere Beziehung zu Alkohol. Erst wenn ich z.B durch regelmäßige Bluttests nachweise, das ich kein Alkoholiker bin, kann man an Hand dieser mich eine Kategorie stecken. Natürlich kann dies (eventuell) auch ein Psychologe erkennen.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 17.07.03 21:40

Die Einordnung in eine bestimmte Gruppe ist ja nicht so wichtig, das die TRennlinien unscharf sind ist auch klar.

Fahrerlaubnisrelevant ist aber das Unvermögen Alkoholkonsum und Fahren zu TRENENN. Ist das bei Dir so?

Nebenbei und hypothetisch: Wenn Du Alkoholiker wärest, müsstest Du vor der Wiedererteilung der FE einen klassischen Entzug und eine Entwöhnung nachweisen, sowie eine Alkfreie Zeit hinterher. Dann kann die FE aber ohne MPU durch einfaches ärztliches Gutachten erlangt werden.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Manfred [Email: Keine]
am 17.07.03 21:58

S.Rieg schrieb:
Nebenbei und hypothetisch: Wenn Du Alkoholiker wärest, müsstest Du vor der Wiedererteilung der FE einen klassischen Entzug und eine Entwöhnung nachweisen, sowie eine Alkfreie Zeit hinterher. Dann kann die FE aber ohne MPU durch einfaches ärztliches Gutachten erlangt werden.

------------------------------------------------

Wo hast du das her. Das wuerde mir als seit 14 Jahren trockenem Alkoholiker vielleicht eine Chance geben.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Kontakt]
am 17.07.03 22:58

Hallo:

Im folgenden FEV §13:

1. ein ärztliches Gutachten (§ 11 Abs. 2 Satz 3) beizubringen ist, wenn Tatsachen die Annahme von Alkoholabhängigkeit begründen oder die Fahrerlaubnis wegen Alkoholabhängigkeit entzogen war oder sonst zu klären ist, ob Abhängigkeit nicht mehr besteht, oder

2. ein medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen ist, wenn

a) nach dem ärztlichen Gutachten zwar keine Alkoholabhängigkeit, jedoch Anzeichen für Alkoholmißbrauch vorliegen oder sonst Tatsachen die Annahme von Alkoholmißbrauch begründen,

b) wiederholt Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluß begangen wurden,

c) ein Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg/l oder mehr geführt wurde,

d) die Fahrerlaubnis aus einem der unter Buchstabe a bis c genannten Gründe entzogen war oder

e) sonst zu klären ist, ob Alkoholmißbrauch nicht mehr besteht.

_________________________________________________

Zu beachten ist Punkt 1 bei Abhängikeit: hier kann durch den fachärztlichen Gutachter geklärt werden ob noch Abhängigkeit besteht. Das Gutachten erfordert nicht die diffizilere Beurteilung des Trennungsvermögens zwischen Fahren und Trinken bei Alkoholmissbrauch, sonder ist einfacher da es sich um eine einfache Ja-Nein Entscheidung handelt. Der Facharzt muss aber eine Verkehrsmedizinische Qualifikation besitzen.

mfg Stefan
Die

Website: http://www.neurologie-ulm.de


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 17.07.03 23:44

-------------------------------------------------
S.Rieg schrieb:
[...] Dann kann die FE aber ohne MPU durch einfaches ärztliches Gutachten erlangt werden. [...]

[...] c) ein Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg/l oder mehr geführt wurde, [...]
-------------------------------------------------
Ich muss hier nochmal einhaken, da ich das anscheinend nicht richtig Verstehe. D.h. aber das ich mit über 1.6 Promille auf jedenfall zur MPU muss selbst wenn ich bis zur Hauptverhandlung (<-?) völlig Abstinent gelebt habe (Leberwerte als Beweis) ?
Danke schonmal.
Noch eine Sache nebenbei, an dem Tag an der mir die FE entzogen wurde gab ich an 80kg schwer zu sein, offengesagt stand ich schon lange nicht mehr auf der Waage, aber 80kg war wohl doch ein wenig übertrieben, wenn ich dies korrigiere bzw richtig stelle, wird mein Promille Wert ebenfalls nach oben korrigiert?


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 17.07.03 23:59

1. Da ist offensichtlich etwas wiedersprüchliches im Gesetz, Darf man in Absch.I denn gar nicht gefahren sein? Hatte zwar mal so ein Gutachten zu machen, kann mich aber an die Details nicht mehr erinnern.
Muss nochmal im Gutachten Krankheit/Verkehr nachsehen.

2.Bei einer BAK Bestimmung zur Tatzeit braucht man das Volumen nicht mehr. Allerdings wenn man zur Rückrechnung oder zur BAK Berechnung aus getrunkenem Alkohol genötigt ist wird sich durch die Gewichtsabnahme was ändern.

mfg Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Manfred [Email: Keine]
am 18.07.03 00:35

Hallo,

§13 FEV klingt auf den ersten Blick ja ganz gut. Aber wie du ganz richtig bemerkt hast, ist da ein Pferdefuss dabei, weil Abschnitt 2 nicht ausdrücklich auf Mißbräuchler abgestellt wird.
Andererseits wäre Abschnitt 1 völlig überflüssig, da wohl kein Alkoholiker freiwillig zur FE-Stelle kommt und denen erzählt das er abhängig ist. Im Normalfall wird er irgendwie im Straßenverkehr auffällig.
Ich werde mal mit meiner Anwältin sprechen, vielleicht kann sie ja die FE-Stelle zu einem fachärztlichen Gutachten bewegen :-)

mfG
Manfred


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Kontakt]
am 18.07.03 00:58

ich hatte mal vor 3 Jahren ein solches Gutachten angefertigt. Der Proband war auch auffälliggeworden, wohl aber ohne Gefährdung. Er ging flux stationär und 1/2 Jahr zum Entwöhnen, dann hat er mir 1,5 Jahre Alkfreiheit nachgewiesen und den Lappen neu gemacht.
Ohne MPU.

Grüsse und Gute Nacht, Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 18.07.03 02:09

Interessante Sache im Prinzip schön das ich mich vor Gericht allein ohne Rechtsanwalt vertrete... Ich frage mich nur ob die mpu wirklich ein so grosse Hürde wird, da was ich bis jetzt gelesen habe, scheint es doch durchaus schaffbar zu sein, wenn man nicht wirklich gänzlich neben sich steht.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 18.07.03 08:07

Im Prinzip ist eine MPU als trockener Alkoholiker viel einfacher als wenn einem Missbrauch unterstellt wird.
Das Ärztliche Gutachten ist, bei fairen Ärzten, aber allemal billiger, und für Dich besser steuerbar.

Vergess beim Sammeln der Leberwerte nicht auch den CDT bestimmen zu lassen.

Grüsse STefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Manfred [Email: Keine]
am 18.07.03 22:47

Hallo,

im Prinzip ja, aber nicht wenn man wie ich ohne Therapie vom Alk weggekommen ist :-)

Ich habe 3 MPUs gemacht, alle negativ :-(

Dummerweise steht in den Begutachtungsrichtlinien ein Satz:

Besteht eine Alkoholabhängigkeit, so ist die Fähigkeit zum sicheren Führen von Kraftfahrzeugen generell aufgehoben. Voraussetzung einer positiven Prognose ist eine erfolgreiche Entwöhnungsbehandlung mit entsprechender Nachsorge.

Heimtückischer Weise hat mich niemand darauf hingewiesen, dass ich mit meinen Voraussetzungen mit 99% Sicherheit durch die ver/&$&% MPU falle und meine Verjährung jedesmal neu starte :-(

mfg Manfred


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 18.07.03 23:33

Glaub ich das das so gehandhabt wird.

Entwöhnungsbehandlung beinhaltet aber nicht unbedingt einen stationären Aufenthalt. Denn es wird nicht von "stationärer Entwöhnungsbehandlung" gesprochen. Du hast diech selbst entwöhnt, dein Hausarzt o.ä. hat Dich behandelt, zumindest theoretisch. Die lange Zeit ohne ALkohol spricht eindeutig für den Erfolg Deiner Entwöhnung. Kannst Du lange zeiten ohne Alkohol irgenwie belegen? Wie lange bist Du denn trocken?
Evtl. kann man da schon noch was tun. Unsere FE Behörde würde da mitziehen, wenn der Arzt mitarbeitet (das ist wahrscheinlich das schwierigste).


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 19.07.03 14:54

einfaches ärztliches Gutachten

D.h. der einfache Beleg von meinem Hausarzt mit dem CDT + allen anderen relevanten Leberwerten reicht für die Verhandlung und ggf. die MPU ? Oder muss sowas von einem speziellen Arzt durchgeführt werden?

btw kann man sich auch Bescheinigen lassen das man keine Entzugserscheinung hat? Oder geht sowas nur stationär?


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 19.07.03 17:43

Der Arzt muss eine "Verkehrsmedizinische Qualifikation" besitzen (haben die meisten Nervendoktors). Zudem spricht der Gesetzestext von Facharzt, wobei er das Fach nie angibt, also langt wohl auch der FA für Allgemeinmedizin.

Mit den Entzugserscheinungen hat dies gar nix zu tun. Die sind nicht obligat und haben mit der Entwöhnung und Distanz von der Substanz eigentlich nix zu tun.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Manfred [Email: Keine]
am 19.07.03 19:52

Hallo Stefan,

trocken bin ich seit Mai 1989, ich bin damals im April nach einem zerebralen Krampfanfall im Krankenhaus wieder aufgewacht und dem Arzt ist es gelungen, mir klarzumachen, das ich mir schon mal meinen Sarg aussuchen könnte, wenn ich nicht aufhöre.

Auf diesen Schock hin, bin dann gleich im Krankenhaus geblieben und habe eine stationäre Entgiftung gemacht. Danach hatte ich dann auch keine Probleme auf Alk zu verzichten, so dass ich eigentlich nur meinen Hausarzt öfter besucht habe wegen meinem alkoholbedingten Magenproblemen :-)

Leberwerte für die ersten beiden Jahre habe ich genug, danach nicht mehr so viele. Nach der 2. neg. MPU hatte ich erst mal die Schnauze voll, hab die FE auch nicht gebraucht, da ich angefangen hatte zu studieren und hab die FE erst mal zurückgestellt.

Ende 95 hab ich dann mein Diplom gemacht, einen guten Job bekommen und dachte jetzt können sie mir keine negative MPU mehr geben. War aber ein Fehlschluss :-(, die MPU war eine Katastrophe, schon nach 5 Minuten mit der Psychologin war mir klar dass sie mich durchfallen lässt.

Danach hab ich mir gesagt, dass es eh keinen Sinn hat und hab garnichts mehr unternommen. FE brauchte ich damals auch nicht unbedingt, ich konnte recht bequem mit dem ÖPNV den Arbeitsplatz erreichen. Leberwerte seit 96 hab ich dann nur
noch von regulären Arztbesuchen, ca 1 mal im Jahr.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Kontakt]
am 19.07.03 20:52

Hi,

ich würd´s auf jeden Fall nach dem beschriebenen Verfahren probieren. Deine Vita spricht ja auch gegen Rückfälle, Ausbildung und Beruf klappte doch alles ohne Auffälligkeiten. Mit ein bischen Glück, und v.a. einem guten Doc (eher kein RA, zumindest erstmals) sollte es klappen. Bei unserer FE Stelle würd´s wahrscheinlich gehen. Was nur fair und logisch scheint.

Viel Glück Stefan.

Bei Fragen: hier oder Email

Website: http://www.rieg.com


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Cybercop [Email: Keine]
am 19.07.03 23:31

Hi, Manfred, vielleicht macht es Sinn, wenn Du in Ulm einen 2. Wohnsitz anmeldest. Dann könnte Stefan alles regeln!!!


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Zu: "intensives Training"

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 19.07.03 23:51

Problem ist immer, daß man nach 2 Jahren ohne FE die FE KOMPLETT (Fahrschule !!!!) neu machen muß ! Auch deswegen ist es IMMER wichtig, die FE im verfahren zurückzubekommen, da man eben nicht weiß, ob man beim ersten Mal die MPU besteht. Statistisch besteht die MPU in Köln der Durchschnittsmensch beim 2. Mal. Dann sind insgesamt die 2 Jahre aber rum, leider.


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 20.07.03 01:23

Hallo helveticus!

Ich dachte, dass man bei der Wiedererteilung der FE zwar die Prüfungen machen muss, aber keine STunden mehr (wie früher) nehmen muss. Kannst Du mir sagen wies nun richtig ist?

Danke, Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 20.07.03 03:43

Hallo Manfred, das ist ja schrecklich mit deinen MPUs!! Wodran lag das? Ich mein es gibt schliesslich soviel Lektuere über dieses Thema. Irgendwie machst du mir ein wenig Angst :)


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Manfred [Email: Keine]
am 20.07.03 23:11

Hallo,

wie ich weiter oben schon geschrieben habe ist mein Problem die fehlende Therapie und da der oben zitierte Satz in den Leitlinien steht, gehen die MPU Psychos auf Nummer sicher.

Ich hab zwar von einem Fall gehört wo jemand ohne Therapie bestanden hat, aber das war meinen Erfahrungen nach ein absoluter Glücksfall.

Ich werde es jetzt erstmal auf dem von Stefan vorgeschlagenem Weg probieren und wenn das nicht klappt mal über einen Zweitwohnsitz in Ulm nachdenken :-)

Heinz, wenn du kein Alkoholiker bist, brauchst du keine Therapie, aber bei deinen Promille Werten solltest du mal zu einer MPU Beratung gehen, die sagen dir dann schon was du tun musst, ist nicht ganz billig, hilft aber weiter.
Viel Hilfe für die MPU findest du auch hier.

mfg
Manfred


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 22.07.03 16:17

S.Rieg schrieb:

Der Facharzt muss aber eine Verkehrsmedizinische Qualifikation besitzen.


Aber allein zur Leberwert Bestimmung ist diese Qualifikation nicht notwendig, oder? Dort bekomme ich lediglich eine Bescheinigung das ich nicht mehr "abhängig" bin, oder wie ist das zu verstehen?

Danke nochmal .


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heint72 [Email: Keine]
am 22.07.03 16:34

Diese Qualifikation ... hm nunja habe nun 5 Ärzte hier in der Umgebung angerufen und der eine Arzt meinte sogar er kennt keinen der sowas besitzt? Hm, Blutanalyse geht so gut wie überall, aber diese Quali... schweres Thema! :) Sagen nicht die Lebererte alles aus? Ich mein ich trinke keinen Tropfen mehr, wieso brauch ich dann einen Arzt mit dieser "speziellen" Ausbildung, die Leberwerte sagen dann doch wohl alles!


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 22.07.03 20:27

Na ja, die Lebewerte sagen was, aber nicht alles.

Der Doc sollte sich schon mit dem FE-Recht und den "situationsspezifischen Problemen" auskennen, er auch die einschlägigen Tricks kennen und in diesem Fall mit dem Thema Entwöhnung/Substanzabhängigkeit vertarut sein. In der Regel sind das die Nervenärzte. Bei uns am Ort haben von 10 NÄ 8 die verkehrsmedizinische Qualifikation.

Wichtig zu beachten ist auch, dass man seine eigenen Patienten i.d.R. nicht begutachten darf!
Das wissen einige nicht und Ihr habt dann ein teures GA dass nix taugt.

mfg Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S. Rieg [Email: Keine]
am 22.07.03 20:30

Der FA mit verkehrsmedizinischer Qualifikation stellt keine Bescheinigung aus, sondern begutachtet den Prrobanden. Das sollte schon ein Unterschied sein. Allein mit LW Nachweisen ist da nicht allzu viel getan. Da müssen alle Faktoren betrachtet und bewertet werden.

mfg Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S. Rieg [Email: Keine]
am 22.07.03 20:31

Der FA mit verkehrsmedizinischer Qualifikation stellt keine Bescheinigung aus, sondern begutachtet den Prrobanden. Das sollte schon ein Unterschied sein. Allein mit LW Nachweisen ist da nicht allzu viel getan. Da müssen alle Faktoren betrachtet und bewertet werden.

mfg Stefan


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Zu: "intensives Training"

angehängt von Heinz72 [Email: Keine]
am 22.07.03 23:01

PUUUH! *amkopfkratz* wenn ich doch nur in ulm wohnen würde! :) Nee, aber mal im ernst, ich finds gut das du dich auch noch in deiner Freizeit mit solchen Dingen beschäftigst. Wirklich, ich glaube nicht das das viele tun, Hut ab und danke, ich such ma weiter einen Arzt :)


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Zu: "intensives Training"

angehängt von S.Rieg [Email: Keine]
am 22.07.03 23:12

Danke fürs Lob.

Ich arbeit aber um diese Zeit auch für die Gegenseite und so ist´s nur fair zumindest ein paar Tipps zu geben.

grüsse Stefan

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