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Umschreibung Int. Führerschein

hinzugefügt von Dagmar [Kontakt]
am 09.07.01 09:03

Hallo, folgende Frage: meine Freundin, eine Brasilianerin, besitzt seit 1978 den Führerschein, den sie in den vergangenen Jahren auch immer wieder international eintragen ließ. Jetzt ist sie hier nach Deutschland gezogen (Arbeitsplatzwechsel innerhalb der Firma)und wollte den Führerschein umschreiben lassen. Man muß dazu sagen, daß sie deutscher Abstammung ist, also keinerlei sprachliche oder sonstige Probleme hat. Bei einer Fahrschule sagte man ihr, sie müsse mindestens 12 Sonderfahrstunden machen und noch diverse andere Sachen. >Meine Frage nun hierzu: Wie verhält es sich mit einem int. Führerschien in Deutschland? Warum muß man den überhaupt umschreiben lassen und warum muß noch einmal eine Fahrschule besucht werden. Leider konnte man in der Fahrschule keine eindeutige Aussage machen.


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Umschreibung erfolgt gem. § 31 FeV

angehängt von Mr. Traffic (Email-Adresse unbekannt)
am 09.07.01 09:48

Hallo Dagmar,

>Jetzt ist sie hier nach Deutschland gezogen (Arbeitsplatzwechsel innerhalb der Firma)und wollte den Führerschein umschreiben lassen...

Kein Problem, das Umschreiben eines (nationalen) ausländischen Führerscheins ist in Deutschland grundsätzlich möglich. Die Umschreibung von ausländischen Führerscheinen aus sogenannten "Drittstaaten", wie z.B. Brasilien, erfolgt nach den Bestimmungen des § 31 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Nach Wohnsitzbegründung in Deutschland (meist zählt hier das Einreisedatum) verbleiben dem Inhaber insgesamt 3 Jahre Zeit für die Umschreibung. Erfolgt die Umschreibung innerhalb dieser Frist, sind die Vorschriften über die Ausbildung nicht anzuwenden, d.h. im Klartext: Ausbildung "NEIN", theor. und prakt. Prüfung "JA". Mit dem ausländischen Führerschein besteht allerdings nur die ersten 6 Monate die Berechtigung, KFZ in Deutschland führen zu dürfen. Wer also nach 6 Monaten in Deutschland weiter KFZ führen möchte, sollte innerhalb dieser Zeitspanne umschreiben und nicht später. Wird i.ü. die 3-Jahres-Frist versäumt, wird eine komplette Ausbildung und Prüfung fällig.

>...sie müsse mindestens 12 Sonderfahrstunden machen

Unsinn. "Müssen" muß sie ausdrücklich nicht. Das Absolvieren einiger Fahrstunden kann aber oftmals zur Erhöhung der Erfolgsaussichten angeraten werden. Die prakt. Prüfung ist nämlich nicht ganz ohne.

>Wie verhält es sich mit einem int. Führerschein in Deutschland? Warum muß man den überhaupt umschreiben lassen...

Ein "Internationaler Führerschein" kann nicht umgeschrieben werden. Der Internationale Führerschein dokumentiert lediglich mehrsprachig, dass der Inhaber im Besitz einer nationalen Fahrberechtigung ist. Das Mitführen eines Internationalen Führerscheins parallel zum nationalen Führerschein dient in vielen Staaten einzig dem Zweck, den zuständigen Kontrollorganen (Polizei und dgl.) "die Arbeit" zu erleichtern. So wird z.B. ein deutscher Verkehrspolizist kaum in der Lage sein, ein arabisches Führerscheinmuster zu entziffern...


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Zu: Umschreibung Int. Führerschein

angehängt von Dagmar (dagmar.bandusch@tfl.com)
am 09.07.01 11:11

super, danke für die antwort und die Erläuterungen. Unter den "Drittstaaten" war Brasilien nicht aufgeführt, daher meine Anfrage. Dagmar


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"Listenstaaten" / "Drittstaaten"

angehängt von Mr. Traffic (Email-Adresse unbekannt)
am 09.07.01 11:22

>Unter den "Drittstaaten" war Brasilien nicht aufgeführt, daher meine Anfrage

...Du meintest sicherlich "unter den Listenstaaten ... nicht aufgeführt"...

Alles was nicht in der Staatenliste (Anlage 11 FeV) aufgeführt ist, fungiert unter dem Begriff "Drittstaat".

  • "Listenstaaten" sind die in die Liste aufgenommene Staaten. Die Anerkennung der jeweiligen Fahrberechtigungen erfolgt auf Gegenseitigkeit. Beispiel: Schweiz erkennt deutsche Fahrberechtigungen an / Deutschland erkennt schweizerische Fahrberechtigungen an.

  • "Drittstaaten" sind weder EU-/EWR zugehörig noch in der Anlage 11 aufgeführte Staaten - der verbleibende Rest sozusagen.

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