... Foren-Archiv 2000 bis 09/2003; ca. 40.000 Postings

    
... Anzeige im separaten Fenster!

> Rubrik: Archiv
  Seite: ... | Foren-Archiv | ...  ]

 
Tipp:
 >> Hilfe im §§-Dschungel ...
Komplette Übersicht
über alle Foren oder
Beiträge (24 Std.)
Dieses Foren-Archiv wird betreut
durch Administrator: Rolf Tjardes :-)
 


[ Foren-Archiv | Neue Beiträge | Beitrag hinzufügen ]

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]

 
 Suche auch ähnliche Worte | Erweitert

Hinweis: Neue Foren-Software Online! Am 23.09.2003 wurde dieses Board abgeschaltet. Bitte nutzen Sie ab sofort das neue Forum für Ihre Beiträge. Vielen Dank. Zum neuen Forum: Hier klicken :-)

Unfall mit Fahrradfahrer

hinzugefügt von Unfallopfer [Email: Keine]
am 20.09.01 09:22

Mir ist gestern abend leider ein Unfall mit einen Radfahrer passiert und nun suche ich einen Ratschlag von jemanden der sich auskennt oder dem schon einmal so etwas passiert ist. Ich wollte also von einer stark befahrenen Straße abbiegen und fuhr wirklich langsam, trotzdem übersah ich einen Radfahrer. Diese Straße (Abbiegung) hatte keine Ampel ging später in eine 30 Zone über und war durch einen Bordsteinabsenkung,(andere Plasterung) gekennzeichnet.Der Radweg verlief eigentlich auf dem Bürgersteig, aber kurz vor dieser Abbiegung ging er auf die Straße weiter.Aber als wir uns anfuhren war er auf dem Bürgersteig und fuhr so duch eine Abgrenzung (Pfähle), wo ich dann stand, ich hatte schon angehalten.Der Mann roch nach Alkohol, er stand auch bald wieder auf.Ich half ihm, entschuldigte mich und fragte ob ich etwas für ihn tun kann.Er sagte nein, wir tauschten Telefonnummern und Namen aus.Im schien "nichts" passiert zu sein, mit seinem Fahrrad das war noch nicht ganz klar und meinen Auto auch wirklich nichts.Der Polizei die in Nähe war, sagten wir das wir den Unfall nicht melden wollen.Er hatte einen Zeugen, der gleich meinte er hat genau gesehen ich habe alleinige Schuld.Ich habe auch eine Zeugin im Auto.Ich habe kein Schuldeingeständnis gemacht oder unterschrieben. Nun will ich ihn heute anrufen und fragen ob es ihm "wieder" gut geht und möchte gern wissen wie ich mich ihm gegenüber verhalten muß/darf wenn er Forderungen an mich oder meine Versicherung stellt.Ich würde mich sehr über einen Rat freuen.Vielen Dank in voraus.


[ Nach oben ]

Zu: Unfall mit Fahrradfahrer - Vergessen???

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 20.09.01 21:01

Ooops, hat man Dich übersehen oder vergessen?

Ich hoffe und wünsche Dir zunächst, dass Du zwischenzeitlich schon alles überstanden hast und sich die Sache auch im Nachhinein in Wohlgefallen aufgelöst hat.

§ 9 Abs. 3 StVO bestimmt, dass, wer abbiegen will, entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen muß; Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Radfahrer sind auch dann durchzulassen, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in gleicher Richtung fahren. Auf Fußgänger muss besondere Rücksicht genommen werden; wenn nötig, muss der Fahrzeugführer warten.

Es spielt beim Abbiegen keine Rolle, ob die Straße, in die abgebogen wird, eine Hauptverkehrsstraße, eine Tempo-30-Zone oder ein verkehrsberuhigter Bereich ist; die Wartepflicht besteht selbst beim Abbiegen in ein Grundstück (§ 9 Abs. 5 StVO).

Hier hast Du also tatsächlich schlechte Karten. Dass Dein Unfallgegner betrunken war - eine Tatsache, die zu Deinen Gunsten ausgelegt werden könnte - dürfte nachträglich schwer beweisbar sein. Alkoholgeruch allein besagt noch wenig. Es gibt Leute, die trinken ein Bier und riechen hinterher wie ein ganzes Bataillon Besoffener. Vielleicht hat es noch zusätzliche Ausfallerscheinungen gegeben wie schwankender Gang, gerötete Augen, lallende oder schwerfällige Aussprache, Sprachaussetzer, fahrige Bewegungen, unkontrolliertes Verhalten?

Sollten Ansprüche an Dich gestellt werden, gib dem Unfallgegner ruhig Deine Haftpflichtversicherungsdaten. dann hast Du mit der Abwicklung nichts mehr zu tun.

Falls die Versicherung, deren Aufgabe es im übrigen auch ist, unberechtigte Ansprüche abzuwehren, es nicht ohnehin tut und Dich nach Abschluss des Verfahrens darüber informiert, was sie ggf. bezahlt hat (Schadensabschlussmeldung) , dann bitte sie ausdrücklich darum. Hinterher hast Du innerhalb 4 Wochen noch die Möglichkeit, der Versicherung den verauslagten Schadensbetrag zurückzuerstatten mit der Folge, dass Dein Versicherungsvertrag in den Schadensfreiheitsklassen nicht zurückgestuft wird. Die Schadensregulierung war dann eben eine kostenlose Serviceleistung Deines Versicherers. Dieses Vorgehen rentiert sich jedoch nur, wenn der Schadensbetrag bestimmte Größenordnungen (abhängig vom Beitrag und der Schadensfreiheitsklasse) nicht übersteigt. Hier empfiehlt sich eine vorherige Kontaktaufnahme mit Deiner Versicherung; die teilen Dir dann schon mit, ob es sich für Dich lohnt.

Viel Erfolg

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]


 
Werbung:
 

Foren-Archiv: Weitergehende Informationen
Weitere Infos ...
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Fahrerlaubnis- oder Verkehrsrecht? Sie suchen sach- und fachkundigen Rat? Kein Problem, stellen Sie doch einfach Ihre Frage(n) in den Verkehrsportal-Foren...
Foren-Archiv Sitemap ...
Sitemap der Archiv-Jahrgänge: 2003 | 2002 | 2001 | 2000; Bei Klick öffnet sich ein separates Fenster mit der kompletten Themenliste eines Jahrganges. Vorsicht: Die Dateien haben eine jeweilige Größe von bis zu 300 KBytes!
 




 >>  Anwaltssuche im Strafzettel-Netzwerk