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Tempo 100 Gutachten

hinzugefügt von Frank Weinhold [Kontakt]
am 25.10.01 14:16

Hallo ich habe folgendes Problem: ich möchte für meinen Anhänger ein Tempo 100 Gutachten machen lassen. Aus diesem Grund bin ich zum TÜV nach Speyer gefahren. Der Sachverständige dort gab mir die Auskunft das ein Gutachten nur möglich sei wenn der Anhänger um 460kg auf ein zulässiges Gesamtgewicht von 2040kg abgelastet würde. Da ich aber gehört hatte das so ein Gutachten auch ohne Ablastung möglich sei, bin ich noch zur nächsten Prüfstelle nach Schwegenheim gefahren. Der zuständige Ingenieur hat mir erklärt das es möglich ist, nur müßte in dem Gutachten das zulässige Gewicht des Anhängers von 2040kg eingetragen werden, so daß die Tempo 100 Regelung nur bis zur Beladung des Anhängers bis zu diesem Gewicht gilt. Wäre der Anhänger dagegen bis zum zulässigen Gesamtgewicht beladen so würden die normalen Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten. Meine Frage ist nun welche der Aussagen ist richtig und liegt es lediglich am Sachverstand bzw. an der Auslegung der Vorschriften des Sachverständigen ob und wie ein Gutachten ausfällt? Vielen Dank im voraus.


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Zu: Tempo 100 Gutachten

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 25.10.01 14:51

Nachstehend der Text der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO vom 15.10.98. § 1 spricht von der zulässigen Gesamtmasse (zul. Gesamtgewicht), nicht vom tatsächlichen Gewicht. Damit neige ich der Aussage des Prüfers 1 zu.

Neunte Verordnung
über Ausnahmen von den Vorschriften
der Straßenverkehrs-Ordnung
(9. Ausnahmeverordnung zur StVO)
Vom 15.10.1998
BGBl I S. 3171

§ 1

Abweichend von § 18 Abs. 5 Nr. 1 der Straßenverkehrs-Ordnung vom 16. November 1970 (BGBl. I S. 1565, 1971 I S. 38), die zuletzt durch Artikel 2 Abs. 38 des Gesetzes vom 17. Dezember 1997 (BGBl. I S. 3108 geändert worden ist, beträgt auf Autobahnen (Zeichen 330) und Kraftfahrstraßen (Zeichen 331) die zulässige Höchstgeschwindigkeit auch unter günstigsten Umständen für Personenkraftwagen mit Anhänger (Gespann) und für mehrspurige Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 t mit Anhänger (Gespann) 100 km/h, wenn

die zulässige Masse des Anhängers den Wert (x mal Leermasse Zugfahrzeug) nicht überschreitet; es gilt:

a. für alle Anhänger ohne Bremse und für Anhänger mit Bremse, aber
ohne hydraulische Schwingungsdämpfer: x = 0,3

b. für Wohnanhänger mit Bremse und hydraulichen Schwingungsdämpfern: x = 0,8

c. für andere Anhänger mit Bremse und hydraulischen Schwingungsdämpfern:
x = 1,1, wobei als Obergrenze in jedem Fall der jeweils
kleinere Wert der beiden folgenden Bedingungen gilt:

d. zulässige Masse Anhänger (*) zulässige Masse Zugfahrzeug

e. zulässige Masse Anhänger (*) zulässige Anhängelast gemäß Fahrzeugschein

(*) = kleiner als

ein amtlich anerkannter Sachverständiger oder ein Prüfingenieur einer
amtlich anerkannten Überwachungsorganisation gemäß Nummer 1
der Anlage zu dieser Verordung bestätigt hat,

a. daß die Voraussetzungen der Nummer 1 vorliegen (die Massen sind den
Eintragungen in den Fahrzeugscheinen zu entnehmen),

b. ob der Anhänger ohne Bremse oder mit Bremse und mit hydraulischen
Schwingungsdämpfern ausgerüstet ist,

c. daß die Anhängerreifen für eine Geschwindigkeit von 100 km/h keinen
Zuschlag zum Lastindexs erhalten haben, jünger als sechs Jahre sind und
mindestens der Geschwindigektiskategorie L (= 120 km/h) entsprechen.

d. daß das Zugfahrzeug mit einem automatischen Blockierverhinderer (ABS)
ausgerüstet ist,

die Straßenverkehrsbehörde gemäß der Nummer 2 der Anlage zu dieser Verordnung die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Gespanns von 100 km/h bescheinigt,

die von der Straßenverkehrsbehörde mit der Bescheinigung gemäß Nummer 2 der Anlage zu dieser Verordnung ausgegebenen und gesiegelten Tempo-100 km/h-Plaketten am Gespann angebracht sind, wobei die große Plakettte an der Rückseite des Anhängers, die kleine Plakette mittig, am oberen Rand der Innenseite der Windschutzscheibe des Zugfahrzeugs anzubringen ist und

die Bestätigung des Sachverständigen gemäß Nummer 1 der Anlage zu dieser Verordnung und die Bescheinigung der Straßenverkehrsbehörde gemäß Nummer 2 der Anlage zu dieser Verordnung vom Fahrzeugführer während der Fahrt mitgeführt und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung ausgehändigt wird.

§ 2

Der Bestätigung eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder eines Prüfungsingenieurs einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation nach § 1 Nummer 2 dieser Verordnung ist die Bestätigung einer in anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaften oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über denEuropäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Stelle gleichwertig, wenn die der Bestätigung dieser Stellen zugrundeliegenden technischen Anforderungen, Prüfungen und Prüfverfahren denen der deutschen Stellen gleichwertig sind und die Bestätigung in deutscher Sprach erstellt wurde oder eine amtlich beglaubigte Übersetzung in deutscher Sprache vorgelegt und nach Maßgabe des § 1 Nummer 5 dieser Verordnung während der Fahrt mitgeführt und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung ausgehändigt wird.

§ 3

Die Reifen des Anhängers sind nach Ablauf eines Alters von sechs Jahen zu erneuern; das Alter deer Reifen ergibt sich aus der Bestätigung des Sachverständigen gemäß Nummer 1 der Anlage zu dieser Verordnung. Die neuen Reifen dürfen für eine Geschwindigkeit von 100 km/h keinen Zuschlag zu Lastindex erhalten, müssen jünger als sechs Jahre sien und mindestens der Geschwindigkeitskategorie L (=120 km/h) entsprechen. Ansonsten und bei Veränderungen am Gespann nach Bestätigung des Sachverständigen richtet sich die zulässige Höchstgeschwindigkeit für das Gespann nach den Regelungen der Straßenverkehrs-Ordnung.

§ 4

Die Ausführugen der großen Tempo-100 km/h- Plakette für den Anhänger richtet sich nach § 58 Abs. 2 der Straßenverkehrszulassungs-Ordnung. Die Vorschrift gilt entsprechend für die auf der Innenseite der Windschutzscheibe des Zugfahrzeugs anzubringende kleine Tempo-100 km/h-Plakette mit der Maßgabe, daß der Durchmesser dieser Plakette 80 mm und die Schriftgröße 30 mm betragen muß.

§ 5

Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Sie tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2003 außer Kraft.

Bonn, den 15.10.1998

Der Bundesminister für Verkehr

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