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Führerschein weg wg. Alkohol ! Was tun?

hinzugefügt von Anonymus [Email: Keine]
am 08.01.02 13:45

Hallo, da bin ich wieder. Habe endlich das Ergebnis. Der Blutalkoholtest ergab 1,83 %. Vielleicht kann mir jetzt jemand näheres dazu sagen. Möglicherweise gibt es Fallbeispiele, bei denen keine MPU vorgeschrieben wurde, sondern nur verlängertes Fahrverbot unter bestimmten Umständen im Zusammenhang mit erhöhter Geldstrafe. Brauche dringend Infos. Danke im Voraus, Anonymus


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Zu: Führerschein weg wg. Alkohol ! Was tun?

angehängt von Andreas (Email-Adresse unbekannt)
am 08.01.02 15:07

Hallo,

du must unterscheiden zwischen dem Strafverfahren und dem Verfahren zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis.

Bei dieser Promillezahl wirst du im Strafverfahren um eine Entziehung der FE nicht herumkommen. Nach Ablauf der Sperrfrist must du dann die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis bei der Führerscheinstelle beantragen. Ab 1,6 Promille ist auf jeden Fall vor der Erteilung der Fahrerlaubnis eine MPU erforderlich. Da gibt es keinen Ausweg, sorry

Gruß

Andreas


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Zu: Führerschein weg wg. Alkohol ! Was tun?

angehängt von Stefan (Email-Adresse unbekannt)
am 08.01.02 18:37

Hallo,
wie Andreas schon geschrieben hat die MPU Auflage wird bei Antrag auf Wiedererteilung kommen zudem rechne mit ca 15-18 Monaten Sperre und einer Geldstrafe die sich nach Deinem Einkommen richtet.
Nutze Die Zeit, lasse Dir alle 6 Wochen die Leberwerte protokollieren und fang an Dich mit der Trunkenheitsfahrt und Deinen Alkoholgewohnheiten auseinanderzusetzen.Je eher Du Dich vorbereitest um so besser stehen die Chancen beim ersten mal die MPU zu bestehen.
Gruß
Stefan


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Zu: Führerschein weg wg. Alkohol ! Was tun? Antwor

angehängt von Anonymus (Email-Adresse unbekannt)
am 08.01.02 20:58

Hi, lieben Dank für Eure netten Antworten - aber kann einem denn niemand ein wenig Hoffnung machen, daß man am Leben bleibt. Klar habe ich den Fehler begangen, aber ist es denn nicht möglich das man irgendwie seine Existenz aufrecht erhalten kann? Wie schon in den vorangegangenen Statements von mir geschrieben bleibt mir dann nur noch der Strick. Hat denn niemand irgendwo mal ein Urteil gefunden ob man der Staatsanwaltschaft etwas anbieten kann?? Habe mir heute schon bei meinem "Chef" einen Abriss abholen dürfen was meine Arbeitsleistung betrifft. Nächster Schritt dürfte wohl die Kündigung meines Vertrages sein, dann bin ich Sozialfall!!!!!!!!


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1,83 o/oo = MPU vor Neuerteilung zwingend

angehängt von Uwe Brandt (Email-Adresse unbekannt)
am 09.01.02 07:30

Der Fahrerlaubnisbehörde bleibt nach der rechtskräftigen Entscheidung kein Ermessensspielraum mehr.

"Zur Vorbereitung von Entscheidungen über die Erteilung ... der Fahrerlaubnis ... ordnet die Fahrerlaubnisbehörde an, daß ein medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen ist, wenn ein Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer BAK von 1,6 Promille ... oder mehr geführt wurde" (§ 13 FeV).

Ganz wichtig:

Du hast offensichtlich immer noch nicht den Unterschied zwischen Straf- und Fahrerlaubnisrecht begriffen (vgl. Beitrag @Andreas).

Nach einem rechtskräftigen Urteil (Entzug) brauchst Du "der Staatsanwaltschaft" nichts mehr "anbieten", die Sache ist ja bereits gelaufen. Auf Grundlage des ergangenen Urteils hat nun die Fahrerlaubnisbehörde Maßnahmen zu ergreifen, wenn eine Fahrerlaubnis von Dir neu beantragt wird. Die MPU ist in diesem Fall zwingend vorgeschrieben.

>>"....dann bin ich Sozialfall!!!!!!!!"

Richtig, das kann passieren. Allerdings hier der Umkehrschluß: Man drückt Dir wieder ohne weiteres eine Pappe in die Hand, Du fährst wieder alkoholisiert, d.h. absolut fahruntüchtig und jemand anderes wird deshalb unschuldig zum Sozialfall. Soll schon mal passiert sein.

So Leid es mir tut, wenn jemand ein Fahrzeug absolut fahruntüchtig im Straßenverkehr führt, ist ein Entzug der Fahrerlaubnis grundsätzlich angemessen. Vor Neuerteilung hat der Fahrerlaubnisbewerber seine Eignung nachzuweisen - dies schuldet er allen anderen Verkehrsteilnehmern!!

Ob nun die viel diskutierte deutsche MPU-Praxis das richtige Mittel zum Nachweis der Fahreignung ist, sei dahingestellt, das will ich hier lieber nicht dikutieren.

@Anonymus: Ein letzter Tipp...

Du kannst Deine Situation nicht auf einen Schlag ändern, so nach dem Motto: keine MPU = alles OK. Versuche die Situation konsequent in kleinen Schritten zu meistern. Spreche Deine Freunde / Familie / Kollegen an, ob die Dich dabei unterstützen. Mir ist bewußt, dass ich hier leicht reden kann, aber wenn Du wirklich Deine Situation ändern willst, wirst Du es langfristig schaffen, auch eine mögliche MPU!! Hilfen im Web bietet i.ü. www.mpu-hilfen.de (auch mit Forum). Viel Glück. U.B.


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Zu: Führerschein weg wg. Alkohol ! Was tun?

angehängt von Thomas Rieger (Email-Adresse unbekannt)
am 09.01.02 09:10

Hallo, also zunächst einmal haben fast alle Antworten recht. Die Höhe bzw. Länge der Sperrfrist halte ich allerdings für viel zu hoch. Bist Du Ersttäter ? Dann rechne mit ca. 12 Monaten. Bei der Promillezahl könnten dann sogar noch Maßnahmen für eine eventuelle Sperrfristverkürzung begonnen werden, die a- den Weg zur verkürzten Sperrfrist ( über ein Gnadengesuch ) und b- der Vorbereitung auf die MPU dienen. Wenn die Maßnahme gut läuft, Deine Leberwerte stimmen, - Mißbrauch festgestellt wird - dann hast Du sogar Aussichten, 9 Monate nach dem Delikt Deine Fahrerlaubnis wieder in den Händen zu halten. Wichtig in jedem Fall ist, dass Du jetzt einen Fachmann einschaltest, nicht erst in Monaten. MfG, Thomas Rieger

Website: http://mpu-neu.de


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Zu: Führerschein weg wg. Alkohol ! Was tun?

angehängt von radler (Email-Adresse unbekannt)
am 10.01.02 08:32

Gutgemeinter Rat: Kauf dir ein gutes Fahrrad, falls du noch keins hast, aber ja nicht vom Baumarkt oder so. Innerorts bist du mit dem Fahrrad nicht viel langsamer als mit PKW. Über Land musst du dich ein bisschen anstrengen, aber dämpft vielleicht auch das Verlangen nach Alc, so dass es positive Auswirkungen für die MPU hat. Außerdem, wenn du eben _etwas_ länger für die Fahrten brauchst, bleibt nicht so viel Zeit fürs Trinken. Und du hast keine Spritkosten, Parkgebühren, ... Wenn du Versicherungsverdreter bist, vielleicht kannst du den Fahrradhändler auch was vermitteln. Außerdem wirst du zukünftig ein entspannteres Verhältnis zu Radfahrern neben dir entwickeln. Deien Kunden kannst du doch erklären, dass du auf Fitnesskurs bist.

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