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Gebot Kostenminimierung nach Unfall ??

hinzugefügt von Stephan Menzel [Kontakt]
am 14.02.02 13:36

Hallo Forum! Zunächst einmal vielen Dank für die erschöpfenden und ausführlichen Antworten, auf meine erste Frage, echt klasse! Kompliment! Ich habe aber noch eine Frage, auf der ich auch nach langen Suchen keine Antwort gefunden habe. Da ich das manchmal Gefühl habe, der Einzige ohne Rechtschutzversicherung zu sein, regt es mich etwas auf, das sofort, bei jedem kleinen Problem Anwälte einzuschalten. Nichts gegen die Anwälte, sie sind wichtig, aber man kann es auch übertreiben. Nun zur Frage: Ich habe mal von einem 'Gebot zur Kostenminimierung' gehört. Wie sieht es hier mit der Rechtssprechung aus. Um einen Unfallbeteiligten/Verursacher anzuschreiben, um eine Begleichng einer Reparaturrechnung zu erwirken, hat der Geschädigte sofort, d.h. ohne einen einzigen Versuch zu unternehmen, persönlich in Kontakt zu treten (Adresse, Telefon, Fax, Email lag im vor), einn Anwalt eingeschaltet, der auf die Rechnung noch seine Kosten aufschlägt. Es gibt bei diesem Unfall kein Streitfall und es handelt sich um 260 EUR Schaden. Ist das korrekt, kann man sich gegen diese Rechnung wehren? Gibt es eine Pflicht, es zunächst ohne Anwalt zu versuchen? Muß man die 'Faulheit' des Mandanten bezahlen? Vielen Dank!


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Dem Anwalt machst Du keine Freude.....

angehängt von Ulrich Dähn (Email-Adresse unbekannt)
am 14.02.02 15:40

...... wenn Du mit einem so geringen Schaden zu ihm gehst. Der wird bares Geld drauflegen, wenn er Dich vertritt. Deine ganze Denke halte ich für merkwürdig. Es gibt einen Spruch: Dumm zahlt. Der paßt hier nicht direkt, aber indirekt. Wer dumm ist, kriegt weniger. Der jristische Laie weiß auch im Bagatellschadenfall nicht, was ihm zusteht und was nicht. Allein die Eintreibung der allgemeinen Unkostenpauschale, die auch im Bagatellfall zu zahlen ist, bringt dem Mandanten mehr, als dem Anwalt für seine Tätigkeit netto verbleiben dürfte. Also müßtest Du dankbar sein, wenn in einem solchen Fall der Anwalt das Mandat überhaupt annimmt und nicht dankend abwinkt. Denn: Das wichtigste Honorar des Anwaltes ist die richtige Mandatsauswahl!! Zu Deiner Frage: Es eine allgemeine Schadensminderungspflicht. Gegen die verstößt niemand, wenn er anwaltlichen Rat sucht, um mit der Versicherung Waffengleichheit herstellt und zu vermeiden, gnadenlos über den Tisch gezogen zu werden. Gruß U.D.


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Zu: Gebot Kostenminimierung nach Unfall ??

angehängt von Stephan Menzel (Info@Menzel-privat.de)
am 14.02.02 15:58

Danke! Aber nicht ICH möchte zum Anwalt, sondern mein Unfallgegner ist sofort zum Anwalt gerannt. Ich möchte das aber nicht sogerne bezahlen, nur weil er zu fau.. war sich bei mir zu melden, um die Begleichung der Reparaturrechnung 'einzufordern'. Gerade weil es um nichts geht und ich nichts bestreite und bezahlen möchte. Davon mal ab, hast Du Recht, die Summe, die mir der Anwalt aufdrücken möchte, ist auch sehr gering, aber ich bin ein wenig trotzig. Möchet mir das nixcht gefallen lassen, die RepRechnung zahle ich, aber die RA Gebühren möche ich nicht.


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Fristgerecht gezahlt??

angehängt von Uwe Brandt (Email-Adresse unbekannt)
am 14.02.02 16:00

>"um eine Begleichung einer Reparaturrechnung zu erwirken"

... hast Du die etwa nicht fristgerecht gezahlt??


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Zu: Gebot Kostenminimierung nach Unfall ??

angehängt von Stephan Menzel (Info@Menzel-privat.de)
am 14.02.02 16:04

Es gab noch keine Aufforderung zur Zahlung! Nur die, die gleich vom Anwalt gekommen ist. Am Unfallort wurde die Schuld geklärt und vereinbart das der Schaden am KFZ repariert und von mir übernommen wird. Der Anwalt hat mir die Rep-Rechnung geschickt, mit seinem Aufschlag. Ich hätte die Rechnung auch ohne dessen bezahlt. Wenn ich dies nicht getan hätte/würde, würde ich natürlich verstehen, wen ner dann Schritte in die Wege leitet.


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Der Gegner und Geschädigte kann sogleich..

angehängt von Ulrich Dähn (Email-Adresse unbekannt)
am 14.02.02 16:45

... zum Anwalt gehen. Eine Mahnung oder dergl. ist nicht erforderlich. So ist immer noch die momentane Rechtsprechung. Kann sein, dass sich das zukünftig mal ändert. Bis dahin gilt: zahlen. Gruß U.D.


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Zu: Gebot Kostenminimierung nach Unfall ??

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 14.02.02 17:14

Das Gebot der Kostenminimierung (Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen!) findest Du in den Allgemeinen Bedingungen zur Kraftfahrzeugversicherung. Melde den Schaden Deiner Versicherung und lass die sich mit der Gegenseite rumstreiten. Die Versicherungsjuristen werden Deinem Unfallgegner schon mitteilen, wenn die Anwaltskosten in keinem Verhältnis zum angerichteten Schaden stehen und ggf. die Zahlung der Anwaltskosten ablehnen. Auf denen bleibt Dein Gegner dann sitzen, da er Auftraggeber für den Anwalt war und dieser sich natürlich auch an ihn halten wird.

Sollte sich der Schaden dann nach wie vor im Minalbereich bewegen, kannst Du Dir immer noch überlegen, Deiner Versicherung den gezahlten Betrag zurückzuerstatten und damit Deinen vertrag schadensfrei zu erhalten.


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.. Danke !

angehängt von Stephan Menzel (Info@Menzel-privat.de)
am 14.02.02 17:26

Danke Euch erstmal, auch wenn es nicht ganz so erfreulich ist. Ich wollte daraus eigendlich keinen Film drehen, umso ärgerlicher finde ich, daß sich mein Unfallgegner so verhält. Der Schaden liegt, wie gesagt, bei ca. 290 EUR und die wollte ich auch selber bezahlen. Ich habe die Schuld auf mich genommen und in keinster Weise geäußert, nicht zahlen zu wollen, daher ist es völlig unnütz, das nun noch 40 EUR oder so dazukommen, nur weil der Gegner 'ohne Not' die Sache seinem Anwalt übergeben hat. Aber die Idee mit der Versicherung ist gut, gemeldet habe ich den Unfall ja. Wenn er es so möchte, wird halt soch ein Film daraus Danke und Gruß aus dem Norden! STEPHAN

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